Die viel gepriesene Versöhung der Rassen in Südafrika entpuppt sich als Gesellschaftskitsch aus der Mandela-Ära. Neuerdings wendet sich die Wut der Armen gegen Zuwandereraus Restafrika.
Das Datum hat sich als Schandmal in die nationale Psyche eingebrannt: Im Mai 2008 ereignete sich in Armensiedlungen von Südafrika eine Gewalt- und Zerstörungsorgie, wie sie das Land am Kap so noch nie erlebt hatte. Tausende der oft bitterarmen schwarzen Bewohner stürzten sich damals auf jene, die noch weiter am Rande der Gesellschaft lebten: schwarze Zuwanderer aus anderen Teilen Afrikas. Viele Migranten wurden damals von ihren Nachbarn und Kunden angegriffen und geschlagen, ihre Läden geplündert und niedergebrannt. Mehr als sechzig Menschen wurden getötet, Zehntausende aus ihren Häusern vertrieben.
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