Vom Fensterplatz eines Kaffeehauses blickt er hinaus auf die hin und her wogenden Passanten und entdeckt eine Gestalt, die in ihm das «forschende Verlangen» weckt, «den Mann im Auge zu behalten – mehr über ihn zu erfahren. (. . .) Hastig legte ich meinen Überrock an, ergriff Hut und Stock, trat auf die Strasse hinaus und drängte mich in der Richtung, die ich ihn hatte nehmen sehen, durch die Menge.» Edgar Allan Poes Erzählung «Der Massenmensch» aus dem Jahre 1840 ist kein Kriminalroman, besitzt aber eine wesentliche Voraussetzung dafür: Neugierde und Lust am Beobachten der Mitmenschen und ihres Tuns.
Ginge es um Mord alleine, der natürlich zur Gattung gehört, wäre von Kain u ...