Am 5. November 2009 veranstaltete die Junge SVP des Kantons Thurgau in Frauenfeld eine Kundgebung für die Minarettverbots-Initiative. Der Präsident der Thurgauer Jungkantonalsektion, Benjamin Kasper, redete über eine «Schweizer Leitkultur», der das Christentum zugrunde liege. Sie dürfe sich nicht von anderen Kulturen «verdrängen» lassen. Ein «symbolisches Zeichen wie das Minarettverbot», ergänzte Kasper, sei «ein Ausdruck für den Erhalt der eigenen Identität». Die Botschaft erntete Zustimmung. Wenige Wochen später wurde das von Kasper gelobte Minarettverbot zur allgemeinen Überraschung von 57,5 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten angenommen. So weit, so harmlos ...