Der Vorgang war so interessant wie aufschlussreich. Die im fürstlichen Besitz befindliche LGT-Bank in Vaduz wurde An- fang Mai brutal gestoppt, als sie sich an- schickte, eine an sich ganz normale Übernahme zu tätigen, die die grösste in der liechtensteinischen Bankgeschichte hätte werden sollen. Die LGT plante, die deutsche BHF-Bank zu übernehmen, eine gutsituierte Vermögensverwaltungsbank mit vierzig Milliarden Euro an verwalteten Assets. Doch die deutsche Bafin, das Pendant zur schweizerischen Finma, verhinderte dies, ohne sich zu bemühen, das Nein substanziell zu begründen. Kein Wunder, war flugs die Rede von staatlicher Willkür.
In Deutschland ist die LGT ein rotes T ...