Als Lorenz Stucki, seinerzeit Weltwoche-Leitartikler, vor über vier Jahrzehnten ein Buch über die Schweiz schrieb, wählte er einen unbescheidenen Titel: «Das heimliche Imperium. Wie die Schweiz reich wurde». Auf dem Cover prangte ein metallen glänzender Panzerschrank in Form eines Schweizerkreuzes, dessen einen Spaltbreit geöffnete Türe den Blick ins Innere freigibt. Dort erspähte der Betrachter schemenhaft Bündel von Banknoten und aufgetürmte Münzen. Solches las sich gut damals, als die Wirtschaft brummte, der Kalte Krieg der Welt noch Übersichtlichkeit vorgaukelte und sich die neutrale Schweiz nahe der Demarkationslinie der Supermächte behaglich eingerichtet hatte. Das la ...