Nach zehn Jahren im Amt des Präsidenten der Credit Suisse tritt Urs Rohner an der Generalversammlung 2021 von seinen Aufgaben und Pflichten zurück. Dass der elegante Hürdenläufer mit der stamina eines Marathon-Athleten darüber in Melancholie verfallen wird, darf bezweifelt werden. Natürlich, auch Zeitgenossen, die nach aussen kühl und sachlich wirken, kämpfen mit ihren Emotionen – aber Rohner sah sein Mandat doch vor allem als eine intellektuelle und politische Herausforderung, auch wenn er sich der besonderen Aura, die diese in ihrer Erbmasse so protestantisch-zürcherische Bank lange Zeit umwehte, durchaus bewusst ist.
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