Dass Heinrich Himmlers Vater die Texte der klassisch-antiken Literatur an einem Münchner Gymnasium lehrte, hat Alfred Andersch in dem bitteren und wohl deshalb nur selten gelesenen Roman «Vater eines Mörders» festgehalten. Dass die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Jahren nach 1945 geborenen Deutschen unter der intellektuellen Führung einer Generation aufwuchsen, welche die Unfasslichkeit der vorausgegangenen zwölf Jahre vor allem in den Vorwand ummünzte, darüber nicht in der ersten Person Singular zu reden, brachte die kurzlebige Heftigkeit des Generationenkonflikts von 1968 hervor. Dann ist das Unfassliche wieder von einer unheimlichen Schweigekonventio ...