Die Schwiegermutter als intrigante Glucke, die aus Eifersucht die Ehe ihres Sohns zerstört – dieses Klischee findet man in fast allen Zeiten und Kulturen. Einen Akt von geradezu fabrikmässigem Kannibalismus erzählt ein Märchen aus Kamerun: Sieben Mal zerhackt die böse Schwiegermutter die Frau ihres offenbar aussergewöhnlich gleichmütigen Sohnes und frisst sie auf. In einer milderen Variante aus Europa begnügt sich die Schwiegermutter mit einer Verzauberung: Sie verwandelt die Schwiegertochter in ein gebärunfähiges Wesen, das seine Zwillinge acht Jahre lang mit sich herumträgt, ehe man sie ihm aus dem Leib schneidet.
Nun haben neuere wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass ...