Vor kurzem liebäugelte ich mit dem Gedanken, diese Kolumne zu einem Diättagebuch umzuschreiben. Ich plante, der Leserschaft in regelmässigen Abständen mein jeweils akutes Gewicht preiszugeben, ergänzt um eine weitere Zahl mit kombiniertem Auf- oder Niederpfeilchen, je nachdem. Zunächst wurde diese Idee von nichts getragen als einer gehörigen Portion Egoismus. Ich dachte: «Mich alte Hardcore-Verfetterin würde auch eine dreistellige Wiegezahl vor dem Komma nicht zu einem Fressstopp bewegen. Vielleicht aber schafft das eine mich mitwiegende breite Öffentlichkeit?» Meine Mama wuchtete sich früher einmal pro Woche auf eine Weight-Watchers-Waage. Wenn mir nach Psychoterror zumute ist, ...