Sie kommen! Sie kommen von Norden, gut und gern 50 000 Mann und Frau stark. Eine Invasion! Gianni Marconi blickt sorgenvoll in Richtung Biasca, wo sich gerade eine gewaltige Gewitterwand über der Leventina zusammenballt. Er führt auf der Wehrmauer des Castelgrande von Bellinzona seinen Hund spazieren, wie jeden Abend, auf jener vielleicht bedeutendsten mittelalterlichen Befestigungsanlage der Schweiz, die im 15. Jahrhundert gegen die von Norden vorstossenden Eidgenossen gerichtet war und später, als die Innerschweizer die Herrschaft übernahmen, Feinde aus dem Süden abwehren sollte.
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