Man bedenke, dass Scott Walker mit The Walker Brothers eine Weile lang mehr schreiende Mädchen auf sich vereinigte als die Beatles. Sein neustes Album könnte man sich von John Cale gewünscht haben. «The Drift» ist eines von jenenWerken, die man nicht hört, sondern betritt. Majestätisch und raunend der Sound, eine spukende Tenorstimme, dazu eine mit wenig Ausnahmen klassische Instrumentierung mit der Wirkung einer sehr harten, sehr leisen Heavy-Metal-Band. Im Intro zum ersten Song, «Cossacks Are», klingen Celtic Frost an. Man sieht eine dunkle Inszenierung, eher Theater als Film, keine Special Effects, die pure Präsenz. Die Lieder handeln vom Tod von Mussolini und seiner Geliebten C ...