Weltwoche: Edgar Heinrich, ein Motorrad zu entwerfen, ist eine schwierige Aufgabe, weil es nur wenige stilbildende Elemente gibt. Wie haben Sie dies bei der BMW R 18 Classic gelöst?
Edgar Heinrich: Ich sehe das ehrlich gesagt ganz anders. Ein Auto zu designen, finde ich viel schwieriger. Beim Auto gibt es nur Karosserie, Scheinwerfer und Felgen. Beim Motorrad hingegen wird die ganze Technik sichtbar: Der Motor als Seele der Maschine, die verschiedenen Rahmenarten, unterschiedliche Materialien und Werkstoffe – das ist eigentlich viel umfassender. Wir beschäftigen uns mit Herstellungstechniken wie zum Beispiel Schmieden, Schweissen oder Giessen. Und bei der R 18 sind die Grundp ...