Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst der direkten Demokratie. Es scheint mittlerweile zu einer festen Regel geworden zu sein: Wann immer in der Schweiz über eine Initiative abgestimmt wird, die die Bevölkerung bewegt – etwa das Verbot von Minaretten oder die Ausschaffung krimineller Ausländer –, äussern ausländische Regierungsvertreter, EU-Beamte und Journalisten stirnrunzelnd Besorgnis. Die Souveränität des Landes, in dem das Volk das letzte Wort hat und aktiv das politische Geschehen prägt, ist ihnen offensichtlich ein Dorn im Auge. Ebenso regelmässig weichen die Bürger der Nachbarstaaten von den offiziellen Verlautbarungen ab. In Internetforen, Leserbri ...