Mit wahrer Euphorie reagierte die Mailänder Börse am 7. Mai dieses Jahres auf die Nachricht, Fiat-Ehrenpräsident Gianni Agnelli sei in Turin an Prostatakrebs gestorben. Innert Minuten schossen die Aktien der Gruppe, deren Produktpalette von Werkzeugmaschinen und Kleinwagen über Formel-eins-Boliden bis hin zu Kampfflugzeugen reicht, um mehr als acht Prozent nach oben. Doch genauso schnell kam die Ernüchterung. Der 81-jährige Agnelli lebte. Die nicht nur von den Anlegern geforderte Totalsanierung des angeschlagenen Familienunternehmens war damit wieder einmal aufgeschoben. Prompt stürzten die Fiat-Papiere zurück in den Keller.
Das vernichtende Urteil der Börse hat den Turiner Patriarc ...