Die berühmte Suche nach dem «treffenden Wort» dürfte bei ihm nicht selten Sekundenarbeit gewesen sein. In die eine oder in die ganz andere Richtung: Als die APO-Szene 1970 in den Untergrund ging, begann sich Sebastian Haffner zu distanzieren, fragte in seiner Kolumne im Stern rhetorisch: «Baader, ein deutscher Mao?» Worauf er sich antwortete: «Eher ein deutscher Mackie Messer.» Lässiger Spott, der bei Haffner in dieser Sache nicht selbstverständlich war. Als im Februar 1968 bei studentischen Strassenprotesten in Filialen des Axel-Springer-Verlags Scheiben zu Bruch gingen, stellte sich der Ex-Welt-Kolumnist der öffentlichen Entrüstung entgegen: «Als ob es nicht Deutschlands ewige ...