Es gibt ein grausames Gesetz in der Politik: Nicht die Parteien wählen ihre Wähler, sondern die Wähler ihre Partei. Das mag banal klingen, aber viele Politiker sind weit davon entfernt zu begreifen, was jeder Lädeli-Besitzer weiss: Das Angebot muss stimmen. Kaufen soll der Kunde schon selber.
Die FDP glaubt, den idealen Wähler ausfindig gemacht zu haben: Er ist eine Sie – jung, urban und weiblich –, so lautet das offizielle Anforderungsprofil. Parteipräsident Fulvio Pelli (55, Lugano, männlich) hat darum auch messerscharf geschlossen: Solche jungen Dinger möchten lieber knackigere Jungs in der Politik. Er forderte deshalb eine Alterslimite (50 Jahre) für den Bundesrat. Wie sein ...