Eine Regierung ohne Gro sei keine Regierung, schrieb ein norwegischer Wähler einmal. Gro Harlem Brundtland – in ihrer Heimat für alle nur Gro – war während zwanzig Jahren der Star der norwegischen Politik. Und oft zu gross für das kleine Land.
1974 angetreten als moderne, direkte, eher bürgerliche Sozialdemokratin – zu einer Zeit, in der Frauen Feministinnen und radikal wurden –, erhielt die Ärztin mit Harvard-Diplom in Public Health schon als 34-Jährige den Ruf in die Regierung: als Umweltministerin. Ihr Aufstieg zur Macht soll indes viel früher begonnen haben: Als 7-Jährige trat die kleine Gro der norwegischen Arbeiterpartei bei. Kein Wunder, mit dieser Familie. Vater Gud ...