Jeden Abend um 18 Uhr setzt sich der silberhaarige Lou Dobbs in seinen Stuhl, setzt ein ernsthaftes Gesicht auf und führt routiniert durch die nach ihm benannte Sendung auf CNN. Dann kommt er auf die Lage an Amerikas Südgrenze zu sprechen, und der langjährige Republikaner beginnt, Präsident George W. Bush mit Häme zu übergiessen: «Wie wäre es, wenn wir endlich eine Untersuchung gegen diese Regierung einleiten würden, weil sie sich weigert, die Immigrationsgesetze durchzusetzen und die Grenze zu sichern? Punkt», schäumte er vor laufender Kamera. Praktisch jeden Tag legt der 60-jährige Dobbs derzeit seine professionelle Zurückhaltung ab – er ist zum Sprecher jener geworden, die ...