Früher hatten kandidierende Politiker die peinliche Angewohnheit, Babys von Anhängerinnen auf den Arm zu nehmen. Mich empörte das schon als Kind, wenn im Fernsehen gezeigt wurde, wie Nixon oder Kennedy wahllos über fremde Kinderköpfe strichen. Und ich war froh, eine Mutter zu haben, von der ich ziemlich sicher war, dass sie mich nie einem Politiker entgegengestreckt hätte. Das war zwar in der Schweiz nicht üblich, aber man macht sich auch als Kind unnütze Sorgen. Glücklicherweise ist das Baby-Tätscheln bei Kampagnen inzwischen deutlich rückläufig. Dafür gibt es eine neue Plage: Inzwischen muss, wer Präsident werden will, für Tausende von Selfies posieren. In den USA ist je ...