Umberto Bossi hat letzte Woche erneut einen Herzinfarkt erlitten. Oder auch nicht. Die Informationen, die durchsickern, sind lückenhaft und widersprüchlich. Der Gesundheitszustand vom Reformminister und Lega-Nord-Chef, seit Wochen in einer Tessiner Klinik in Behandlung, sei «besorgniserregend», schreibt die linksliberale Repubblica, während das Parteiblatt der Lega, La Padania, versichert, dass es Bossi «den Umständen entsprechend gut geht». Jeder interpretiert die dünnen Ärztebulletins nach politischen Kriterien. Ohne ihren charismatischen Führer büsst die Lega viel von ihrer Stärke ein. Bossi, 63 Jahre alt, ist ein Egomane wie Italiens Premier Silvio Berlusconi, einer, dessen ...