Sex, Drugs’n’Müsli
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Sex, Drugs’n’Müsli
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Sex, Drugs’n’Müsli

Die Schweiz hat wie alle westlichen Gesellschaften einen fundamentalen Wandel durchgemacht: Die ­gleichen Leute, die einst für Sex, Rock und Freiheit auf die Barrikaden stiegen, predigen heute eine neue Unfreiheit im Namen von Öko, Müsli und Ayurveda-Tee. Wie konnte es so weit kommen?
Eines vorweg: Ich will nicht über unsere Jugend lamentieren. Es geht mir auch nicht um die alten Achtundsechziger, die ­heute in Parteien, Banken und Ämtern als Kuschelteddys herumsitzen. Auf den ersten Blick scheint es, dass diese ehemaligen Protestanten die Gesellschaft derart umgekrempelt haben, dass es ihnen heute gefällt. Zumindest werfen sie keine Steine mehr. Wer in den späten vierziger und den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurde, hat allerdings einen Zeitgeist durchlebt, der prägender war als der politisierende Teil der achtundsechziger Bewegung. Duft der Freiheit Mich dünkt, unsere Welt sieht gar nicht so aus, wie die Jugend sich das damals ausmalte. Di ...
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