Streng genommen, schrieb der polnisch-britische Schriftsteller Joseph Conrad, habe nur eine Sorte Bücher «das Glück unserer Erde vermehrt: die Kochbücher». In der Tat: Essen und Literatur können ähnlich lustvolles Verhalten auslösen. Man verschlingt Bücher und isst mit den Augen. So verwundert es wenig, dass Kulinarik auch als Erzählstoff funktioniert. Das zeigen der aktuelle Bestseller «Der Koch» von Martin Suter und die im gleichen Verlag (Diogenes) erschienene Textsammlung «Nicht schon wieder Essen!». Darin finden sich köstliche Trouvaillen der hauseigenen Autorenschaft. Etwa von Julian Barnes, der meint, mit dem Kochen sei es wie mit Sex, Politik und Religion: «Als ich al ...