Anders als der Soziologe Didier Eribon, der seinen Vater wegen dessen Einfachheit und Grobheit verachtete, habe ich es meiner geliebten Mutter nie übelgenommen, dass sie in vielen Bereichen eine sehr anti intellektuelle, ursprüngliche Sexualität verkörperte, welche die bürgerlichen Frauen, die Verklemmten, die sehr Schlanken, die Beherrschten, diese ÂGattinnen, die Frauenstimmrechtlerinnen (wie man damals sagte) meiner Mutter missgönnten. Unter dem Deckmantel von Feminismus, Gleichstellung und Befreiung wird eine Körperfeindlichkeit gepredigt, die dem christlichen Ideal der «reinen» Frau sehr nahekommt, die sich im Wesentlichen aber vorwiegend gegen die Unterschichten richtet: Sex ...