Beim noch immer gültigen Parteiprogramm der SP Schweiz von 2010 hat sich der klassische sozialdemokratische Laizismus durchgesetzt. Was heisst: Die Partei ist nicht religionsfeindlich, verlangt aber die strikte Trennung von Staat und Religion(en). Wörtlich lautet die entsprechende Passage so: «Staat und öffentliches Bildungswesen sollen gegenüber allen Religionen strikte Neutralität wahren, auf Vorgaben zum ‹richtigen› Glauben verzichten und in öffentlichen Gebäuden und Schulen das Zurschaustellen religiöser Symbole unterbinden.» Zum laizistischen Ansatz kommt die feministische Position. Das bis anhin geltende «Positionspapier Islam» hält fest: «Die von vielen Muslimi ...