Vom Kino und vom Fernsehen haben wir früh gelernt, dass Frauen mit Krähenfüssen ein unerfreulicher Anblick sind und deswegen beizeiten durch jüngere ersetzt werden müssen. Alle paar Jahre verzeichnet Hollywood einen kollektiven Empörungsschrei arbeitsloser Schauspielerinnen über vierzig, der folgenlos verklingt. Man gibt ihnen Recht, weist aber mit Bedauern darauf hin, dass das grosse Zielpublikum nun einmal zwanzig und überwiegend männlich ist. Und das Letzte, wofür Zwanzigjährige Eintritt bezahlen, ist ein Film über Mutters Probleme.
Aber es gibt eine Gerechtigkeit, zumindest im Kino. Während Sharon Stone und Jacqueline Bisset arbeitslos sind, altern ergrauende Stars wie Harr ...