Es sollte der ganz grosse Fall werden. Eindringlich haben Bundespolizei und Bundesanwaltschaft immer wieder die Gefahr Âeiner mafiösen Unterwanderung der Schweiz angemahnt und die Existenz von italienischen Mafiaablegern als grösstes Sicherheitsrisiko des Landes dargestellt. Umso intensiver ermittelte die federführende Bundesanwaltschaft gegen dreizehn Personen, die sie beschuldigte, Mitglieder der kalabresischen ’Ndrangheta zu sein. Noch im Sommer zeigte sich Bundesanwalt Michael Lauber zuversichtlich («Wir sind überzeugt, genügend Beweise zu haben»).
Letzte Woche folgte die Ernüchterung: Das Verfahren wurde kleinlaut eingestellt. Eine Pleite von epischen Ausmassen. Die Ermittl ...