Der Fall ist nicht nur einmalig, er ist auch unschön. Im Strafverfahren gegen die Familie Tinner wurden Berge von Papierakten und Tausende von Computerdateien beschlagnahmt, deren Brisanz internationale Hektik auslöste. Diplomaten sprachen in Bern vor, ausländische Nachrichtendienste schlugen Alarm, die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) mischte sich ein. Im Besitz der Tinner-Firma befanden sich Baupläne für Atomwaffen oder für Anlagen zur Anreicherung von waffenfähigem Uran, auch Hinweise auf Operationen von Geheimdiensten. Diverse Staaten und die IAEA verlangten von der Schweiz, dass sie das brisante Material herausrücke. Unter internationalem Druck beschloss Bern, den heikl ...