Herr Nobel, das vergangene Jahr mit all dem Aufruhr um Christoph Marthaler und das Schauspielhaus war hart für Sie.So hart nun auch wieder nicht. In meiner Anwaltspraxis habe ich schon schlimmere Stürme überstanden. Aber natürlich ist beim Schauspielhaus vieles zusammengekommen: Die Baukostenüberschreitung beim Schiffbau, die politische Abrechnung mit Josef Estermann, die Streitereien zwischen dem kaufmännischen Direktor Marcel Müller und Christoph Marthaler. Dazu kam der gewaltige Zuschauerschwund. Die üblichen Mechanismen, um Probleme zu lösen, haben plötzlich nicht mehr funktioniert. Aber als Präsident muss man in einer solchen Situation bereit sein, den Kopf hinzuhalten.
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