Herr Sheikh, Sie sind als Chefredaktor von Al-Dschasira einer der wichtigsten Meinungsmacher im arabischen Raum. Wie bezeichnen Sie Selbstmordattentäter?Für das Geschehen in Palästina verwenden wir den Ausdruck Selbstmordattentat nie.
Wie nennen Sie es?Auf Englisch würde ich es als «bombings» bezeichnen.
Und auf Arabisch?Wörtlich übersetzt sprechen wir von Kommandoangriffen. In unserer Kultur ist es eben nicht Selbstmord.
Sondern eine Aktion, die lobenswert ist?Wenn das Land besetzt ist und das Volk vom Feind getötet wird, muss jeder zur Tat schreiten, sogar wenn er sich dabei opfert.
Auch wenn er dabei unschuldige Zivilisten umbringt?Das Problem liegt nicht bei den Palästinensern, ...