Nach der niederschmetternden Pressekonferenz des Bundesrates zur angeblichen Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative am Mittwoch letzter Woche klemmte ich mich zur Erholung und Erbauung hinter das wunderbare Buch über die «Schweizer Geschichte» von Peter Dürrenmatt (1904–1989). Der Autor war ein Cousin des Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt, politisch liberalkonservativ, Nationalrat, Gelehrter und Chefredaktor der Basler Nachrichten. In jungen Jahren, als der Kommunismus die bürgerliche Welt bedrohte, bewegte sich Dürrenmatt im Dunstkreis der nationalen Rechten, was ihm in den rückwirkend moralisierenden 68er Jahren als ideologisches Schwerstverbrechen angekreidet wurde.
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