Sie beschäftigen sich als Philosoph mit der Hirnforschung. Warum braucht es eine philosophische Perspektive?Es gibt in der Hirnforschung einen rasanten Zuwachs an Daten und empirischen Erkenntnissen. Wie gehen wir kulturell mit diesen Erkenntnissen um? Ein Beispiel: Unsere Vorstellung eines Selbst. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand gibt es kein Selbst in Form einer unsterblichen Seele. Das bedeutet, dass wir neue Vorstellungen davon entwickeln müssen, was ein Selbst in Wirklichkeit ist. Ich versuche, als Philosoph dazu einen Beitrag zu leisten.
Wie beurteilen Sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche die Hirnforschung liefert?Als extrem vorläufig. Wir befinden un ...