Wir freuten uns auf ein anregendes, kontroverses zweites Gespräch mit dem islamistischen Autor und Prediger Tariq Ramadan. Das erste hatte zwei Wochen zuvor stattgefunden, und nachdem wir es nochmals abgehört hatten, waren wir etwas unzufrieden – mit uns selbst und mit Ramadan. Wir hatten über Islam und Terror gesprochen, über den Irak, die Rückständigkeit der arabischen Welt, die Uno, universale Werte, Meinungsfreiheit, Kopftücher. Nun hatten wir das Gefühl, unsere Fragen seien zu allgemein und zu erwartbar gewesen. Und seine Antworten zu routiniert, zu glitschig, zu vieldeutig – ohne dass wir ihn zu mehr Klarheit gedrängt hätten.
Diesmal wollten wir es besser machen. Wir wol ...