Jaroslaw Kaczynski, dessen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) Polen verändert hat, erhielt am Sonntag ein unmissverständliches Mandat, die Politik der letzten vier Jahre fortzusetzen. Stellt man ausschliesslich auf ausländische Einschätzungen ab, ist der Entscheid der Wähler kaum nachvollziehbar. Der polnischen Regierung wird in Westeuropa vorgeworfen, den Rechtsstaat auszuhöhlen, die Medien zu manipulieren oder die einflussreiche katholische Kirche für ihre Ziele zu instrumentalisieren. Auch an internen Kritikern fehlt es nicht. Drei ehemalige Präsidenten, unter ihnen Friedensnobelpreisträger Lech Walesa, warnten vor den Wahlen eindringlich vor ...