Nach dem Ja der Iren zum Lissabon-Vertrag sollten sich die Eurokraten nicht zu früh freuen. Kommen in London die Konservativen an die Macht, werden sie Gegensteuer geben.
Diesmal sind die Eurokraten keine Risiken eingegangen. Die irischen Befürworter des Lissabon-Vertrags liessen sich ihre Kampagne zehnmal so viel kosten wie die Gegner. Die Europäische Kommission finanzierte Pro-Lissabon-Propaganda und forderte damit ihre eigenen Regeln heraus. Wenige Tage vor der Wahl – und erneut in Widerspruch zu ihren eigenen Regeln – kündete sie Unterstützungsgelder für einen irischen Grossbetrieb an.
Brüssel scheint ausserdem Druck auf irische Wirtschaftsführer ausgeübt zu haben. Zwei prominente Unternehmer unterstützten die Ja-Kampagne: Jim O’Hara von der irischen Intel-Gruppe und Michael O’Leary von Ryanair. Beide hatten gute Gründe, das Wohlwollen ...
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