Und plötzlich dieser Durchbruch. Jahrelang dauerte die geisterhafte Absenz der Schweizer Schriftsteller an internationalen Wettbewerben. Jetzt verschaffen sich gleich drei Autoren innerhalb weniger Tage wichtige Preise und polieren damit das Ansehen der helvetischen Literatur auf. Eben hat die in Zürich lebende Autorin, Musikerin und Performerin Melinda Nadj Abonji mit ihrem zweiten Roman, «Tauben fliegen auf», den renommierten Deutschen Buchpreis gewonnen. Der autobiografisch grundierte Roman erzählt von der zerrissenen Identität einer Immigrantenfamilie, die aus der serbischen Provinz Vojvodina in die Schweiz kam. Der 2005 ins Leben gerufene und sofort auf gigantisches Echo stossende ...