Weltwoche: Herr Brönner, Sie sind einer der herausragendsten Jazzmusiker Deutschlands, international anerkannt. Beginnen wir am Anfang: Wie kam die Musik in Ihr Leben?
Till Brönner: Die Musik war bei mir immer schon da. Sie schwirrte, erfreulich vorbelastet durch meine Grosseltern und Eltern, um mich herum. Mütterlicher- und väterlicherseits habe ich Kirchenmusiker als Vorfahren. Meine Tante hatte ein Musikgeschäft, wo man von der Schallplatte bis zum Klavier, Notenschriften und Reparaturen alles bekam. 360 Grad Musik. Das war mein Eldorado. Die Trompete habe ich dann relativ früh für mich entdeckt, das war sicher ein Schlüsselimpuls.
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