Der gute Kerl, der glaubt, Freundlichkeit sei die Eintrittskarte zum Herzen einer Frau, wird im Netzuniversum als «nice guy» bezeichnet. Keine Frage, Frauen schätzen es, wenn Männer geduldig zuhören, Ratschläge geben, beim Umzug helfen – aber Anziehung entsteht nicht durch Nettigkeit allein, das macht den Mann vor allem zum anti-erotischen Lama; statt als potenzieller Partner gesehen zu werden, landet er dann in der «friendzone», dem Ort, an dem romantische Hoffnungen begraben werden. Um ihn sich als guten Freund weiter zu sichern, streut sie ihm etwas «breadcrumbing» zu – gerade genug Aufmerksamkeit, damit er weiter hofft.
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