Im letzten Mai distanzierte sich Medienministerin Simonetta Sommaruga deutlich von den Löhnen der SRG-Geschäftsleitung. Sie halte deren Höhe und insbesondere die dazukommenden Boni für «unsensibel». Ein Wort, das bei der spröden SP-Bundesrätin gleichbedeutend ist mit «eine Frechheit».
Die Art, wie der SRG-Verwaltungsrat auf die bundesrätliche Kritik reagierte, ist allerdings rotzfrech: Statt die variablen Lohnkomponenten zu streichen, die bis zu 20 Prozent des Lohns ausmachen, erhalten sämtliche Kader diese «Boni» seit Januar als festen zusätzlichen Lohnbestandteil. Neuerdings also im Prinzip ohne Leistungskomponente, dafür mit Rentenanspruch. Und selbstverständl ...