Werner Martis Niederlage bei der Wahl ins Präsidium der Sozialdemokratische Partei bedeutet mehr als das Ende einer Karriere. Offen würde das in der Partei zwar niemand sagen, doch mit Marti wurde ein anderer Politiker abgewählt: Peter Bodenmann, der ehemalige schillernde Präsident, der im Wallis hockt und manchen in der Partei mit seinen Ratschlägen und Anweisungen auf die Nerven geht. Man kann davon ausgehen, dass der Einfluss seiner Leute in der Fraktion – Marti, Andrea Hämmerle oder Susanne Leutenegger – empfindlich zurückgebunden worden ist.
Auf den ersten Blick mag das verständlich sein: Bodenmanns Leute wirken wie ferngesteuert, und oft sind sie es auch. Dabei hat die enge ...