Kunsthistoriker und – meist selbst ernannte – Kunstkenner scheinen ganz selbstverständlich davon auszugehen, dass sie zu bestimmen hätten, welche Art von Kunst die Allgemeinheit schön oder interessant finden müsse. Und die Allgemeinheit fällt auch noch weitgehend darauf herein. Anstatt dem eigenen Geschmack zu folgen, läuft man Trends nach. Man möchte natürlich dazugehören. So entstehen Modeströmungen, ein Phänomen, das wohl mit dem kollektiven Bewusstsein zu tun hat. Erst als der französische Schriftsteller André Breton den Surrealismus 1924 zur offiziellen Bewegung in der Kunst deklarierte, brachte man plötzlich Wertschätzung für Künstler auf, die mit der klassischen f ...