In dem anheimelnden Wirtshaus «Flühgass» aus dem 16. Jahrhundert gehört ein gewisses «Raunen des Imperfekts» (Thomas Mann) dazu. Es erstaunt nicht, dass in der Menükarte den traditionellen Werten neben der Kreativabteilung eine eigene Seite gewidmet ist. Auf dem Teller merkt man allerdings rasch, wie kreativ Küchenchef Robert Haupt die Tradition auslegt und wie wohltuend beständig bei ihm alles Neue gerät.
Doch unsere Aufmerksamkeit verdient zunächst das Geburtstagskind am Nachbartisch, das gewiss auch bald ein Jahrhundert auf dem Buckel hat, denn es verwöhnt uns mit Erkenntnissen, die so zeitlos sind wie Robert Haupts Gerichte. Wenigstens einer dieser Sinnsprüche verdient weit ...