Titel von Kompositionen und ganzen Produktionen sind im Jazz oft von einer schönen Zufälligkeit oder Humorigkeit. Nicht so beim österreichischen Gitarristen Wolfgang Muthspiel. Der ist zwar auch gelegentlich zu einem Scherz aufgelegt. (Auf der jüngsten seiner Produktionen heisst ein Titel in Abwandlung des berühmten Standards «One Day My Prince Was Gone».) Aber den Titel seiner CD (und des ersten Stücks) wählte Muthspiel, ein grosser Synästhet, mit Bedacht, wie schon den der ersten Scheibe seines Quintetts für ECM («Rising Grace», 2016). «Where the River Goes» ist als Metapher für die eindringliche Poesie s ...