Ein gewaltiger Druck lastete auf der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK), die Anfang 1989 einberufen wurde und die «Vorkommnisse im EJPD» um den Rücktritt von Justizministerin Elisabeth Kopp (FDP) durchleuchten sollte. Ein solches Unterfangen hatte es in der Schweizer Geschichte bislang nur einmal gegeben (Mirage-Affäre, 1965). Und allen war klar: Ohne Skandal ging es nicht.
Bundesrätin Kopp und ihrem Gatten wurden damals alle erdenklichen Machenschaften angedichtet. Doch etwas Handfestes konnte die Kommission unter dem Vorsitz des damaligen Nationalrats Moritz Leuenberger (SP) trotz intensiver Suche nicht liefern. Kopps Sturz war auf eine Kette von Missverständnissen und ...