In der Hip-Hop-Szene herrscht eine Art umgekehrte Apartheid: Die Schwarzen umgeben sich in ihren Videoclips vorzugsweise mit dicken Schlitten und runden Frauenhintern, während die weissen Hip-Hopper auf zornige, illusionslose Gettojungs machen. Das ist an sich schon läppisch. Noch schwerer haben es aber weisse Rapper in der Schweiz, die hier nicht einmal die Kulisse eines Gettos finden.
Einen Ausweg aus dieser Misere hat der Rapper Stress aus Lausanne entdeckt. Er macht die Misere selbst zum Thema: «Ich rappe über meine Depressionen», denn «manchmal kann ich nichts mit mir anfangen». Immer wenn Stress nichts mit sich anzufangen weiss, wird er politisch und ist dabei so korrekt, wie ma ...