Der menschliche Denkapparat ist eine unzuverlässige Maschine. Er tendiert zu Fehlschlüssen und Selbstüberschätzung. Die Gefahr von schicksalsschweren Falschbeurteilungen mit gravierenden Folgen ist vor allem in der Politik aktuell. Kürzlich jährte sich zum 38. Mal der erzwungene Rücktritt des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon (1913–1994). Ich erlebte den beispiellosen Absturz des im Jahr zuvor mit einem Rekordresultat wiedergewählten Staatschefs als Neunjähriger vor dem Fernseher. Schon damals fiel mir die seltsame, unpassend wirkende Triumphgeste des aus dem Amt Gedrängten auf, eine unentschlossene Mischung aus Abschiedsgruss und militärischem Salut, die erkennen ...