«So schnell stirbt das Milieu nicht»
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«So schnell stirbt das Milieu nicht»
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«So schnell stirbt das Milieu nicht»

Personenfahnder Fredi Hafner verhaftete über 12 000 Verdächtige, unter ihnen sechzig Mörder. Nach seiner Pensionierung kann er nun offen reden – über das Milieu, Korruption, Quotenfrauen, politische Chefs, das Rauchverbot auf dem Revier und eingetretene Türen. Von Alex Baur und Marvin Zilm (Bild)
Herr Hafner, in Zürich wurden kürzlich fünf Polizisten der «Sitte» (Abteilung ­Milieu- und Sexualdelikte) wegen Korrup­tionsverdacht verhaftet, zahlreiche Beamte wurden verwarnt – was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie davon erfuhren? Ich kann das nicht glauben – ein derartiges Korruptionsnetz bei der Stadtpolizei, nein. Die Nachricht erreichte mich in den Ferien in Bali, ich kenne die Details nicht. Ich würde für niemanden die Hand ins Feuer legen, dafür habe ich zu viel erlebt. Polizisten sind Menschen, es hat schon ­immer vereinzelte Fälle von Bestechung gegeben, es wird sie immer geben. Aber schauen Sie es von der praktischen Seite an: Wenn einer so etwas tut, sorgt er do ...
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