All die guten Götter auf dem Vulkan, all die bösen in den Tiefen des Meeres, all die täglichen Opfergaben, damit die bösen beschwichtigt und die guten befeuert werden, all die Tempel, all das Lachen, vergeblich, so scheint es. Das kleine Inselparadies Bali am andern Ende der Welt befindet sich gerade im letzten, im dritten Akt seiner Agonie. Sein Sterben begann vor hundert Jahren mit den niederländischen Kolonialisten, vor fünfzig Jahren kamen die Hippies und der Tourismus, und seit ein paar Jahren killen innerlich verwahrloste Reiche, Nachhaltigkeits-Freaks, Gutmenschen, Influencer und Digital-Nomaden das letzte bisschen Karma der Götterinsel. Bali geht un ...