Juristen sind, begründet oder nicht, die Elite unserer Gesellschaft. Sie fällen weittragende Entscheidungen, nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch in den Chefetagen der Wirtschaft, Ver-waltung und Politik. Also muss es alle interessieren, wie sie ausgebildet werden. Gerade darüber herrscht nun allerdings ein erbitterter Streit.
«Ein guter Jurist kann nur werden, wer im richtigen Augenblick mit dem Denken aufhört.» Das behauptete Hellmut Becker, der prominente deutsche Staatsrechtler. Das Recht, wollte er damit sagen, erfüllt seine Funktion in der liberalen Gesellschaft nur, solange es stabil ist. Also gefährden Juristen die letzte Verbindlichkeit im pluralistischen Durcheinander, ...