An einem regnerischen Tag kann man beim Wandeln durch die Genfer Altstadt den Geist des Reformators Jean Calvin spüren: Die strenge Architektur erschliesst sich jenen Besuchern, die bereit sind, die steilen Gassen zu erklimmen. Am höchsten Punkt thront die Kathedrale Saint-Pierre, welche die Calvinisten im Jahr 1541 von allem Prunk und Schmuck befreiten. Etwa gleichzeitig errichtet wie die Notre-Dame de Paris, präsentiert sich das Bauwerk als ewige Ermahnung zu Sparsam- und Enthaltsamkeit – Tugenden, denen Genf seinen historischen Wohlstand verdankt und die, so versichern es die Einheimischen, in den besseren Zirkeln der Genfer Gesellschaft und in der Stadtpoli ...