Weltwoche: Frau Nef, welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem 9. Februar 2001?
Sonja Nef: Nur schöne. Das war der Tag, an dem ich in St. Anton die WM-Goldmedaille im Riesenslalom gewann und einen der grössten Erfolge meiner Karriere feierte. Ich war in Topform. Aber entsprechend gross war der Druck – umso mehr, als ich als Führende in den zweiten Lauf stieg. Mit 28 Jahren war ich aber schon eine erfahrene Athletin – anders als fünf Jahre zuvor, als ich an der WM in der Sierra Nevada den ersten Lauf ebenfalls für mich entschied, dann aber ausschied. Die Goldmedaille in St. Anton war für mich schon fast ein Muss. Hätte ich Silber geholt, wäre ich als Verliererin dagest ...